Mantrailing Flächensuche Trümmersuche

ASB-Rettungshundestaffel Main-Spessart

Die Zwei- und Vierbeiner der ASB-Staffel suchen vermisste Menschen.

Mantrailing  Flächensuche  Trümmersuche

Wenn irgendwo zwischen Aschaffenburg und Nürnberg eine Person vermisst wird, wird häufig die ASB-Rettungshundestaffel Main-Spessart alarmiert. Die Bereitschaft gilt an 365 Tagen im Jahr, rund um die Uhr. Die Gruppe, bestehend aus sieben Sanitätern und ebenso vielen Vierbeinern,  ist äußerst effizient, kann sie doch eine Suchkette von 50 Menschen ersetzen.



Intelligent ungehorsam

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Sobald der Befehl „Such und Hilf“ ertönt, beginnt die eigentliche Arbeit. „Wir unterscheiden zwischen Mantrailing, Flächensuche und Trümmersuche“, sagt Staffelleiter Carsten Kohls. „Beim Maintrailing geht es darum, dass der Hund dem individuellen Geruch des vermissten Menschen folgt. Zuvor muss der Hund nur kurz an einem getragenen Kleidungsstück gerochen haben.“ Die Tiere haben bekanntlich einen ausgezeichneten Geruchssinn: So hat zum Beispiel ein Schäferhund rund 220 Millionen Riechzellen, während der Mensch mit gerade einmal fünf Millionen solcher Zellen auskommen muss. „Bei der Flächensuche muss das Team im unwegsamen Gelände oder in Wäldern nach Vermissten suchen“, so Kohls weiter. Dabei werde ein Gebiet in Parzellen aufgeteilt und diese von den Teams systematisch abgesucht. „Sobald der Hund die Person gefunden hat, wird er so lange bellen, bis der Hundeführer bei ihm ist – und Erste Hilfe leisten kann.“ Besonders anspruchsvoll ist die Trümmersuche nach einem Erdbeben oder einer Gasexplosion: Denn hier muss die menschliche Witterung aus einer Vielzahl von Gerüchen herausgefiltert werden – die Opfer befinden sich meist unter meterdicken Trümmerschichten. „Generell gilt, dass Rettungshunde intelligent ungehorsam sind“, sagt Carsten Kohls. „Denn wenn sie merken, dass sie kurz vor dem Ziel sind, müssen sie sich ihrem Hundeführer, der sie eventuell zurückruft, auch widersetzen können.“

Rettungshundezug Mainspessart

Helfer mit oder ohne Hund gesucht

Helfer mit oder ohne Hund gesucht

Die rein ehrenamtlich tätige ASB-Rettungshundestaffel Main-Spessart ist stets auf der Suche
nach weiteren Teammitgliedern.

Generell ist jeder bewegungsfreudige Hund als Rettungshund
geeignet.

Einzige Einschränkung: Der Hund darf zu Beginn der Ausbildung nicht älter als fünf Jahre sein.

Zweimal pro Woche wird trainiert:

Dienstags steht der Grundgehorsam auf dem Programm. Dabei kommen Leitern, Stege oder Tunnel zum Einsatz.

Am Wochenende gibt es dann Übungseinheiten in Wäldern oder leer stehenden Häusern. Nach etwa zwei Jahren Training muss eine Prüfung abgelegt werden.

Die Ausbildung ist für die Hundehalter kostenlos und wird vom ASB übernommen.

Die Staffel sucht auch Menschen ohne Hund, die als Sanitäter innerhalb der Staffel tätig werden möchten.


Weitere Infos: asb-rettungshunde-msp@gmx.de




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Carsten Kohls

Staffelleiter / Zugführer

0151/53067990